Auf einen Blick:
Die wichtigsten Behandlungen des Heuschnupfen-Vermeiden:
Sie gehen Ihren Allergieauslösern konsequent aus dem Weg. Vorteil: Krankhafte allergische Vorgänge werden erst gar nicht ausgelöst. Nachteil: Funktioniert bei Heuschnupfen nicht (Ausnahme: pollenfreier Urlaub).
Cromoglicinpräparate:
Rein vorbeugende Maßnahme. Der Wirkstoff verhindert, dass Histamin freigesetzt wird. Die Behandlung muss vor dem Kontakt mit den Pollen beginnen und bis zum Ende der Pollensaison regelmäßig durchgeführt werden. Vorteil: Gefahr von Nebenwirkungen gering. Nachteil: Aufwendig! Beginn der Blütenperioden verschiebt sich von Jahr zu Jahr (Witterung), deshalb Studium des Pollenwarndienstes nötig. Behandlungsdisziplin: Anwendung während der ganzen Blühperiode, 3- bis 5 mal täglich. Wirkt nicht gegen bestehende Beschwerden.
Antihistaminika (Präparate, die die Histaminwirkung verhindern):
Der Wirkstoff schnappt dem Histamin seine Landeplätze weg. Daher kann Histamin keine Beschwerden mehr auslösen. Vorteil: Wirksam auch bei bestehenden und bei stärkeren Beschwerden. Einfach in der Anwendung. Gefahr von Nebenwirkungen gering. Nachteil: Wenn nicht vorbeugend eingenommen, schwillt die Nasenschleimhaut möglicherweise an. Um wieder frei zu atmen, werden eventuell für einige Tage abschwellende Nasentropfen nötig.
Abschwellende Nasentropfen, -sprays:
Lassen die Nasenschleimhaut abschwellen: Nach ein paar Minuten freie Atmung durch die Nase. Vorteil: schnelle Linderung der Beschwerden. Nachteil: Kein antiallergisches Medikament. Eignet sich nur kurzfristig als Begleittherapie.
Kortison:
Stärkste antiallergische und antientzündliche Substanz. Ähnelt dem natürlichen Hormon der Nebenniere. Vorteil: Wirkt auch bei den stärksten Beschwerden. Nachteil: Gefahr von Nebenwirkungen und langsamer Wirkungseintritt. Wird vom Arzt nur in besonderen Situationen verschrieben.
Hyposensibilisierung (Immuntherapie):
Regelmäßiges Spritzen des Allergieauslösers (z.B. Birkenpollen) gewöhnt das Immunsystem an die "Fremdlinge". Vorteil: Erfolgsaussichten etwa 80%. Nachteil: Sehr aufwendig, zieht sich über Jahre hin, regelmäßige Arztbesuche. Eignet sich nicht für jeden Patienten.
Zuletzt aktualisiert am 04.09.2009 von Dörthe Genatowski.