Allergievermeidung
Infos für den Alltag
- 1. Machen Sie einen großen Bogen um blühende Felder
-
Einzelnen Pollen können Sie nicht so leicht entkommen, denn sie
können bis zu 100 Kilometer weit unterwegs sein. Aber: Je höher die
Pollenkonzentration ist, der Sie sich aussetzen, desto ausgeprägter
sind die Krankheitssymptome. Meiden Sie deshalb Ausflüge zu Fuß oder
mit dem Fahrrad in der Nähe von blühenden Bäumen, Wiesen und
Getreidefeldern.
- 2. Bummeln Sie lieber vormittags als am Abend durch die Stadt
- Die Pollenbelastung ist je nach Tageszeit und Umgebung
unterschiedlich stark. In ländlichen Gegenden fliegen die meisten
Pollen morgens zwischen fünf und acht Uhr, am wenigsten abends
zwischen 18 und 24 Uhr. In Städten dagegen ist die
Pollenkonzentration am späten Nachmittag am höchsten. Obwohl es in
den Städten normalerweise weniger blühende Bäume und Gräser gibt,
kann die Pollenbelastung trotzdem im Durchschnitt höher sein als auf
dem Land.
- 3. Gehen Sie doch mal im Regen spazieren
- Einsetzender Regen drückt die Pollen auf den Boden. In der
ersten halben Stunde nach Beginn ist die Pollenkonzentration deshalb
besonders hoch. Danach ist die Luft aber rein und damit geeignet für
Spaziergänge. Tagelanger Regen und tiefe Temperaturen verhindern
sogar, daß die Blüten ihre Pollen freisetzen.
- 4. Schlafen Sie bei geschlossenem Fenster
- Vermeiden Sie Pollenbelastung während der Nacht: Schlafen Sie
deshalb bei geschlossenem Fenster. Lüften Sie zu pollenflugarmen
Tageszeiten. Ziehen Sie Ihre Kleidung nicht erst im Schlafzimmer
aus. Am Kleiderstoff befinden sich Pollen. Spülen Sie abends die
Pollen aus Ihren Haaren, bevor Sie ins Bett gehen.
- 5. Schützen Sie Wohnung und Auto mit Luftfiltern
- Sie können die Pollen bis zu einem gewissen Maß auch aus der
Raumluft filtern. Für Autos gibt es spezielle Filter, die Sie
einbauen können. Pflegen und warten Sie die Geräte regelmäßig, sonst
verwandeln die sich leicht in eine Pollenschleuder. Wer sich keinen
Filter anschaffen will, sollte beim Autofahren die Fenster
geschlossen und die Lüftung ausgeschaltet lassen.
- 6. Machen Sie im Gebirge oder an der Küste Urlaub
- Je nach Region blühen die Pflanzen zu unterschiedlichen Zeiten.
Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, sollten Sie Ihren Urlaub so
planen, daß Sie den Pollen entgehen. Im Hochgebirge über 2000 Meter
ist die Luft so gut wie allergenfrei. Im Vorgebirge fliegen die
Pollen etwa vier Wochen später als im Flachland. Günstig sind auch
Küstengebiete, an denen der Wind hauptsächlich vom Meer her weht.
Denn der ist weitgehend pollenfrei.
- 7. Halten Sie keine Haustiere
- Pollenallergiker neigen dazu, mit der Zeit auch eine Allergie
gegen bestimmte andere Allergene zu entwickeln. Häufig sind Tierhaar-
und Hausstauballergien. Um eine zusätzliche Allergisierung zu
vermeiden, sollten Sie sich deshalb weder felltragende Haustiere
noch Vögel anschaffen und generell auch auf alle großen Staubfänger
in der Wohnung verzichten. Also keine voluminösen Vorhänge,
Teppichböden oder Tischdecken.
- 8. Seien Sie vorsichtig mit Obst und Gemüse
- Bei etwa der Hälfte der Pollenallergiker kann sich zusätzlich
zum Heuschnupfen eine Kreuzallergie auf bestimmte, botanisch
verwandte Nahrungsmittel entwickeln. Schauen Sie auf der Seite der
Kreuzallergien, welche Pollenarten sich mit welchen Nahrungmitteln
"kreuzen".
- 9. Lassen Sie sich rechtzeitig behandeln
- Ein unbehandelter Heuschnupfen kann sich mit den Jahren zum
Asthma Bronchiale entwickeln. Die Mediziner sprechen dann von einem
Etagenwechsel - von der Nase in die Bronchien. Mit einer
rechtzeitigen Behandlung können Sie dieser Entwicklung vom Schnupfen
zum gefährlichen Asthmaanfall vorbeugen.
- 10. Hören Sie auf zu rauchen
- Säuglinge und Kleinkinder aus Familien, in denen geraucht wird,
bekommen häufiger Allergien als Nichtraucher-Kinder. Aber auch die
Raucher selbst neigen überdurchschnittlich oft zu Allergien.
Zuletzt aktualisiert am 04.09.2009 von Dörthe Genatowski.
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